ZeitGeschichte in Potsdam
Museen
Gedenkstätten
Forschung
     
Startseite
Museen
Gedenkstätten

Checkpoint Bravo

Gedenkstätte Leistikowstraße

Potsdam Museum - Gedenkstätte Lindenstraße

Forschungseinrichtungen
Über uns
Potsdam Museum - Gedenkstätte Lindenstraße

Potsdam Museum - Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert

In der Gedenkstätte verschränkt sich auf einzigartige Weise die Kontinuität politischer Verfolgung von 1933 - 1989 mit der Geschichte der Überwindung der SED-Diktatur in der friedlichen Revolution 1989/90.
Während der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 - 1945 waren hier Verfolgte des Nazi-Regimes inhaftiert, darunter mehr als 800 Zwangarbeiter aus 23 Nationen und zahlreiche Mitglieder von Widerstandsgruppen, die in Potsdam vom Volksgerichtshof verurteilt wurden, nicht wenige zum Tod. Von 1934 - 1944 wurde das Gebäude vom Potsdamer Erbgesundheitsgericht genutzt, welches mehr als 4.200 Frauen und Männer zur Zwangssterilisation verurteilte.

Ausstellung
Im authentischen Gefängnisgebäude können sich die Besucher z.Z. in drei Ausstellungsmodulen über die Geschichte des Ortes informieren:

Das sowjetische Geheimdienst- und Untersuchungsgefängnis (1945 – 1952)
Im Sommer 1945 beschlagnahmte der sowjetische Geheimdienst das Gebäude und nutzte es während der folgenden sieben Jahre als geheimdienstliches Untersuchungsgefängnis für das Land Brandenburg. Mehrere Tausend Frauen und Männer wurden unter unmenschlichen Bedingungen monatelang inhaftiert und verhört und von sowjetischen Militärtribunalen zu langjährigen Haftstrafen oder zum Tod verurteilt.

Das Stasi-Untersuchungsgefängnis (1952 – 1998)

1952 wurde das Gefängnis an das Ministerium für Staatssicherheit der DDR übergeben, das hier seine Potsdamer Untersuchungshaftanstalt einrichtete. In dem vom Volksmund „Lindenhotel“ genannten Gefängnis waren bis 1989 annähernd 7.000 Frauen und Männer den menschenrechtswidrigen Haftbedingungen und Verhörmethoden der Stasi schutzlos ausgesetzt.

DEMOKRATIE – JETZT ODER NIE! Die friedliche Revolution (1989/90)
Als die Massendemonstrationen im Herbst 1989 die Machtstrukturen in der DDR erschütterten, gab die Stasi das „Lindenhotel“ auf. Anfang 1990 übernahmen die demokratischen Parteien und Bewegungen aus der Stadt und dem Bezirk Potsdam das einstige Gerichtsgebäude als ihr erstes Arbeitsdomizil – aus einem „Haus des Terrors“ wurde ein „Haus der Demokratie“.

Angebote
Die Gedenkstätte bietet thematische Führungen durch die Dauerausstellung mit ihren verschieden Modulen an. Ein Schwerpunkt der Gedenkstättenarbeit sind spezielle Bildungsangebote für Schülerinnen und Schülern. Die Schüler-Projektwerkstatt führt vor Ort Projekttage für Schulklassen und Lehrer-Fortbildungen durch. Sie bietet den Schülern die Möglichkeit ein Stück deutsche Geschichte am authentischen Orte zu erleben. Es soll neben dem Faktenwissen dabei ein Eindruck von der Atmosphäre der ehemaligen Untersuchungshaftanstalten des sowjetischen Geheimdienstes und der Staatssicherheit vermittelt werden. Gespräche mit Zeitzeugen werden angeboten, die ihre Erlebnisse sehr eindrucksvoll vermitteln. 
Die Veranstaltungsreihe „Menschen unter Diktaturen“  des Potsdam Museums und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam ergänzt das Angebot.

Sprechstunde im Potsdam Museum - Gedenkstätte Lindenstraße 54/55
Eine wöchentliche Sprechstunde bietet das Potsdam Museum mit der Koordinatorin der Gedenkstätte, Frau Gabriele Schnell, jeden Dienstag von 15 - 18 Uhr in der 54/55 an.
Ehemalige Häftlinge und Interessierte an der Gedenkstättenarbeit können sich anmelden unter der Telefonnummer 0331 - 289 6803 oder während der Sprechstunden die Koordinatorin erreichen.

Schülerprojektwerkstatt „Lindenstraße 54“
Gedenkstättenlehrerin Catrin Eich
Tel./Fax: 0331/ 2015714
E-Mail: projektwerkstatt-lindenstrasse(at)web.de


Öffnungszeiten
Di bis So 10 - 18 Uhr

Eintrittspreise
1,50 Euro, mit Führung 3,- Euro
Schüler 1,- Euro, mit Führung 2,- Euro

Anmeldung von Führungen
Telefon: 0331 - 289 6803
Fax: 0331 - 289 6808
E-Mail: museum-geschichte(at)rathaus.potdsdam.de

Kontakt
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Benkertstraße 3, 14467 Potsdam
Direktorin: Dr. Jutta Götzmann
Telefon: 0331 - 289 6821
Fax: 0331 - 289 6808
E-Mail: museum-geschichte(at)rathaus.potdsdam.de
Internet: www.potsdam.de/potsdam-museum

Anfahrt
Potsdam Museum – Gedenkstätte Lindenstraße 54/55
Lindenstraße 54/55
14467 Potsdam

Von Potsdam Hauptbahnhof erreichen Sie die Gedenkstätte mit der Tram 91 oder 94 Haltestelle Dortustraße und ca. 5 Minuten Fußweg oder Tram 92 und 96 bis Brandenburger Straße und ca. 10 Minuten Fußweg.