Außenstelle BStU

Außenstelle der BStU in Potsdam

Beratung zur Akteneinsicht

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der DDR wurden Opfer der Staatssicherheit. Die DDR-Geheimpolizei bespitzelte Menschen, zersetzte Oppositions-Gruppierungen und schüchterte Andersdenkende ein.

Die Behörde der Bundesbeauftragten (BStU) bewahrt seit Oktober 1990 in ihren Archiven die erhaltenen Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und stellt sie nach den gesetzlichen Vorschriften des Stasi-Unterlagen-Gesetzes (StUG) Privatpersonen, Institutionen und der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Um die Beantragung der Akteneinsicht zu erleichtern, bietet die BStU in der Lindenstraße 54 in Potsdam jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 10 bis 18 Uhr eine Bürgerberatung an. Antragsformulare erhalten Sie dort, per Post oder über das Internet (www.bstu.de).

Um sicherzugehen, dass niemand unberechtigt Einblick in Ihre Akten nimmt, bedarf es neben Ihrer Unterschrift einer Identitätsbescheinigung. Diese stellen die zuständigen Einwohnermeldeämter aus oder, bei Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses, auch die Mitarbeiter der Bundesbeauftragten in der Lindenstraße 54.

Im Regelfall erhalten Sie als Antragsteller innerhalb von zwölf Wochen eine Auskunft, ob entsprechende Unterlagen im Archiv gefunden wurden. Handelt es sich dabei ausschließlich um Karteikarten, so werden Ihnen Kopien mit einem erklärenden Begleitschreiben übersandt. Sind die Unterlagen umfangreicher, wird ein persönlicher Termin zur Akteneinsicht vorgeschlagen.

Betroffene, Dritte und nahe Angehörige sind bei der Akteneinsicht von der Zahlung der Kosten befreit. Für die Anfertigung von Kopien ist ein geringer Betrag für den Verwaltungsaufwand sowie für die Anzahl der gefertigten Kopien zu zahlen. Einzelheiten finden Sie im Internet (www.bstu.de).

Bei Fragen der Rehabilitierung, Wiedergutmachung, Abwehr der Gefährdung des Persönlichkeitsrechts oder zur Entlastung vom Vorwurf einer Zusammenarbeit mit dem Staatssicherheitsdienst werden Anträge vorrangig bearbeitet. Als besonders eilbedürftig gelten außerdem Anträge von Menschen, die ein hohes Alter erreicht haben oder schwer erkrankt sind.

Öffnungszeiten
Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 10-18 Uhr

Kontakt
Lindenstraße 54
14467 Potsdam

Fon 0331/ 20 11 420
Fax 0331/ 20 11 063
Internet: www.bstu.de

Angebote

Historisch-politische Bildungsarbeit

In ihren Bildungsangeboten vermittelt die BStU aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und gibt Impulse zur selbständigen Auseinandersetzung mit der Tätigkeit und Wirkungsweise der DDR-Staatssicherheit.

Die Bildungsangebote der BStU basieren auf den überlieferten Stasi-Unterlagen. Diese Dokumente geben Auskunft über die Manipulation, Kontrolle und Repression, der zahlreiche Menschen in der DDR durch die Geheim­polizei ausgesetzt waren. Die Akten zeugen aber auch von Eigensinn, Mut und Zivilcourage der Menschen in der SED-Diktatur.

Besonderen Raum nehmen die Seminare und Unterrichtsmaterialien ein, die die BStU für Lehrkräfte und Schüler entwickelt hat. Hierzu gehören Workshops, Unterrichtsbesuche und ein- oder mehrtägige Projekte. In Absprache können Einführungsvorträge, die Arbeit mit Akten oder Stasi-Filmen und Zeitzeugengespräche kombiniert werden.

Für Unterrichtszwecke stellt die BStU didaktisch aufbereitete Materialien zur Verfügung, darunter Aktenauszüge mit Arbeitsbögen, Handreichungen für Lehrkräfte und Bildungs-DVDs. Anregungen für den kreativen Zugang zum Thema bieten kurze Spielszenen, die so genannten Stasi-Stücke, die auch als Publikation vorliegen.

Die BStU bietet Fortbildungen für Lehramtsstudenten und Multiplikatoren an. Sie informiert über die DDR-Staatssicherheit, über deren Rolle in der SED-Diktatur und über die Bedeu­tung der Stasi-Unterlagen in Gegenwart und Zukunft. Anhand von Unterrichtsbausteinen stellt sie Möglichkeiten vor, wie das Thema ‚Stasi’ in den Unterricht eingebracht werden kann.

Auskunft über Angebote und Termine zur historisch-politischen Bildungsarbeit der BStU im Land Brandenburg erhalten Sie über:

Fon 030 / 23 24 - 89 37
Fax 030 / 23 24 - 88 39
Internet: www.bstu.de
E-Mail: gz.bf3(at)bstu.bund.de

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