Im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde am 21. März 1933, dem „Tag von Potsdam“, aus Anlass der Eröffnung des Reichstags das Bündnis der neuen Führung mit dem „alten Preußen“ in der Garnisonkirche wirkungsvoll inszeniert. An die schrecklichen Folgen der NS-Herrschaft erinnern verschiedene Gedenkorte im städtischen Raum. Dazu gehören der Gedenkstein am Ort der 1938 zerstörten Synagoge am Platz der Einheit und der Grabstein für Zwangsarbeiter auf dem Babelsberger Goethe-Friedhof. Im Gebäude der heutigen Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 erfahren die Besucher etwas über die Gegner des Nationalsozialismus, die hier bis 1945 inhaftiert waren. Am selben Ort verurteilte das „Erbgesundheitsgericht“ tausende Menschen zur Zwangssterilisation. Eine Dokumentation in der Henning-von-Tresckow-Straße zeigt, dass am Attentats- und Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 zahlreiche Potsdamer Offiziere und Zivilisten beteiligt waren.